Ratgeber | 7 Min. Lesezeit

Mieterselbstauskunft: Was Vermieter wissen müssen

Welche Fragen sind erlaubt, welche nicht? Was gehört in eine gute Vorlage? Und warum digitale Formulare dem PDF überlegen sind.

Was ist eine Mieterselbstauskunft?

Eine Mieterselbstauskunft ist ein Fragebogen, den Vermieter von Mietinteressenten ausfüllen lassen. Sie dient dazu, die Bonität und Eignung des Bewerbers einzuschätzen – noch bevor ein Besichtigungstermin stattfindet.

Anders als die SCHUFA-Auskunft basiert die Selbstauskunft auf Eigenangaben des Bewerbers. Sie ist kein Bonitätsnachweis, sondern eine erste Vorqualifizierung. Typische Angaben: Nettoeinkommen, Beruf, Haushaltsgröße und ob Mietschulden bestehen.

Rechtlich gibt es keine Pflicht für Mieter, eine Selbstauskunft auszufüllen. In der Praxis ist sie aber Standard bei der Wohnungssuche in Deutschland – wer sich weigert, wird selten zur Besichtigung eingeladen.

Welche Fragen sind erlaubt – und welche nicht?

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG §19) und die Rechtsprechung des BGH setzen klare Grenzen. Vermieter dürfen nur Fragen stellen, die für die Mietentscheidung sachlich relevant sind.

Erlaubte Fragen

  • Nettoeinkommen / Einkommensnachweis
  • Beruf und Arbeitgeber
  • Anzahl einziehender Personen
  • Haustiere (Anzahl und Art)
  • Bestehende Mietschulden
  • Laufendes Insolvenzverfahren
  • Raucherstatus (bei Gemeinschaftsflächen)

Nicht erlaubte Fragen

  • Nationalität / ethnische Herkunft
  • Religion / Weltanschauung
  • Familienstand / Schwangerschaft
  • Sexuelle Orientierung
  • Partei­zugehörigkeit
  • Vorstrafen / Gesundheitszustand
  • Kinderwunsch / Familienplanung

Was gehört in eine gute Mieterselbstauskunft-Vorlage?

Eine vollständige Vorlage enthält alle rechtlich zulässigen Fragen in einem standardisierten Format. So können Sie Bewerber objektiv vergleichen.

Pflichtbestandteile einer Mieterselbstauskunft

1 Persönliche Daten – Name, Geburtsdatum, aktuelle Anschrift
2 Einkommensverhältnisse – Nettoeinkommen, Beschäftigungsart
3 Haushalt – Einziehende Personen, Haustiere
4 Miethistorie – Mietschulden, Insolvenz, eidesstattliche Versicherung
5 DSGVO-Einwilligung – Explizite Zustimmung zur Datenverarbeitung
6 Datum und Unterschrift – bzw. digitale Bestätigung

Digitale vs. Papier-Selbstauskunft

Viele Vermieter nutzen noch PDF-Vorlagen oder Papierformulare. Bei wenigen Bewerbern funktioniert das. Ab 10+ Bewerbungen pro Wohnung zeigen sich die Grenzen.

Kriterium PDF / Papier Digital
Versand Per E-Mail manuell Link automatisch
Vergleichbarkeit Unterschiedliche Formate Standardisiert
Auswertung Manuell durchlesen Automatisch bewertet
DSGVO-Löschung Manuell tracken Automatisch
Mobilfähig Schlecht auf Smartphone Optimiert
Aufwand bei 50 Bewerbern Mehrere Stunden Minuten

Digitale Selbstauskunft mit ImmoSchedule

ImmoSchedule bietet eine vollständig digitale Mieterselbstauskunft als Teil der Vermietungsautomatisierung. Kein separates Tool, kein Extra-Abo.

Automatischer Versand

Der Autoresponder sendet den Formular-Link automatisch an jeden Interessenten.

AGG-konforme Bewertung

Einkommen, Mietschulden, Haushaltsgröße – objektiv bewertet, ohne diskriminierende Kriterien.

Dokumenten-Upload

Konfigurierbare Anforderungen: Gehaltsnachweis, Mietschuldenfreiheit, Personalausweis.

Automatische Datenlöschung

Nach konfigurierbarer Frist werden alle Bewerberdaten DSGVO-konform gelöscht.

Häufige Fragen zur Mieterselbstauskunft

Digitale Selbstauskunft statt PDF-Chaos

AGG-konform, automatisch bewertet, DSGVO-konforme Datenlöschung. Im Inserat-Preis enthalten – ab 119€.