Ratgeber | 6 Min. Lesezeit

Mieterselbstauskunft Vorlage: Kostenlos & rechtssicher

Welche Felder gehören in eine vollständige Vorlage? Was unterscheidet ein gutes PDF von einem digitalen Formular? Hier finden Sie beide Varianten.

Warum eine standardisierte Vorlage wichtig ist

Eine Mieterselbstauskunft Vorlage erspart Ihnen als Vermieter zwei häufige Probleme: unvollständige Angaben und unvergleichbare Bewerbungen. Wer jeden Bewerber dieselben Fragen in derselben Reihenfolge beantworten lässt, kann objektiv entscheiden – und reduziert das Risiko, versehentlich diskriminierend auszuwählen.

Eine gute Vorlage erfüllt drei Anforderungen: Sie ist AGG-konform (keine diskriminierenden Fragen), DSGVO-konform (Einwilligung, Zweckbindung, Löschung) und vollständig (alle Felder, die für die Mieterauswahl relevant sind). Den rechtlichen Rahmen erläutern wir auf der Hauptseite zur Mieterselbstauskunft.

Pflichtfelder und optionale Felder im Überblick

Pflichtfelder brauchen Sie für eine fundierte Mietentscheidung. Optionale Felder können Sie ergänzen, müssen Sie aber nicht. Wichtig: Jedes Feld muss sachlich begründbar sein.

Pflichtfelder

  • Name, Geburtsdatum, aktuelle Anschrift
  • Telefon und E-Mail-Adresse
  • Beruf und Arbeitgeber
  • Nettoeinkommen monatlich
  • Anzahl einziehender Personen
  • Bestehende Mietschulden (ja/nein)
  • Laufendes Insolvenzverfahren (ja/nein)
  • Eidesstattliche Versicherung in den letzten 5 Jahren
  • DSGVO-Einwilligung mit Datum und Unterschrift

Optionale Felder

  • Haustiere (Anzahl, Art, Größe)
  • Raucherstatus
  • Gewünschtes Einzugsdatum
  • Voraussichtliche Mietdauer
  • Vorheriger Vermieter (Kontakt)
  • Musikinstrument oder Homeoffice
  • Auto / Stellplatz-Bedarf
  • Besondere Wünsche / Anmerkungen

Die einzelnen Felder im Detail

Persönliche Daten

Name, Geburtsdatum und aktuelle Wohnadresse identifizieren den Bewerber eindeutig. Telefon und E-Mail brauchen Sie für die Kommunikation. Verzichten Sie an dieser Stelle auf Geburtsort oder Staatsangehörigkeit – diese Felder bergen ein AGG-Risiko und sind für die Mietentscheidung nicht erforderlich.

Einkommen und Beschäftigung

Das Nettoeinkommen sollte mindestens das Dreifache der Warmmiete betragen – das ist der etablierte Maßstab. Fragen Sie nach Beruf, Arbeitgeber und Beschäftigungsart (unbefristet, befristet, Probezeit, selbstständig). Bei Selbstständigen sind die letzten zwei Jahresabschlüsse hilfreich.

Haushalt

Die Anzahl der einziehenden Personen ist eine zulässige Frage. Bei Untervermietung sollten Sie zusätzlich klären, wer wie lange bleibt. Bei Haustieren empfiehlt sich eine genaue Beschreibung – nicht alle Tiere brauchen die Zustimmung des Vermieters, Hunde meist schon.

Mietverlauf und Bonität

Bestehende Mietschulden, laufende Insolvenzverfahren und eidesstattliche Versicherungen sind die wichtigsten Bonitäts-Indikatoren. Eine konkrete Auflistung mit Datum gibt einen besseren Eindruck als ein Ja/Nein-Feld. Welche weiterführenden Bonitätsnachweise Sie verlangen können, beschreibt unser Ratgeber zur SCHUFA-Auskunft für Vermieter.

DSGVO-Einwilligung

Ohne ausdrückliche Einwilligung dürfen Sie die Daten nicht verarbeiten. Der Text muss erklären, welche Daten Sie wofür speichern, wie lange und wie der Bewerber sein Auskunfts- und Löschrecht ausübt. Details lesen Sie auf der Seite Mieterselbstauskunft und DSGVO.

Häufige Fehler in selbst gebauten Vorlagen

Wer eine Vorlage selbst aus dem Internet kopiert oder anpasst, übernimmt oft Fehler. Diese fünf Schwachstellen sehen wir besonders häufig:

1. Fehlende DSGVO-Einwilligung

Eine pauschale Unterschrift reicht nicht. Sie brauchen einen separaten, ankreuzbaren Einwilligungstext mit klarem Verweis auf Zweck und Aufbewahrungsdauer.

2. Frage nach dem Geburtsort

Beliebter Fehler in alten Vorlagen. Der Geburtsort hat keine sachliche Relevanz und kann einen Hinweis auf die ethnische Herkunft geben – AGG-Risiko.

3. Keine Trennung zwischen Pflicht- und optionalen Feldern

Wenn alle Felder gleich aussehen, fühlt sich der Bewerber gezwungen, auch optionale Angaben zu machen. Das verstößt gegen das Prinzip der Datensparsamkeit.

4. Frage nach dem Familienstand

Ledig, verheiratet, geschieden – das geht den Vermieter nichts an. Erlaubt ist nur die Frage nach der Anzahl der einziehenden Personen.

5. Keine Angabe zur Aufbewahrungsdauer

Der Bewerber muss wissen, wie lange seine Daten gespeichert werden. Eine Standardklausel: "Bei Ablehnung Löschung nach spätestens 6 Monaten."

Papier-PDF vs. digitales Formular

Beide Varianten erfüllen die rechtlichen Anforderungen. Im Vermietungsalltag unterscheiden sie sich aber im Aufwand erheblich.

Kriterium PDF-Vorlage Digitales Formular
Rechtlich gültig Ja Ja
Vergleichbarkeit der Antworten Mittel (manuelles Lesen) Hoch (Tabellenansicht)
Pflichtfeld-Validierung Nein Automatisch
Mobil ausfüllbar Schwierig Optimiert
DSGVO-Löschung Manuell Automatisch nach Frist
Aufwand bei 30 Bewerbern Mehrere Stunden Wenige Minuten

Vorlage herunterladen

Mieterselbstauskunft als PDF

DIN-A4, 2 Seiten, AGG- und DSGVO-konform. Frei nutzbar.

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Hinweis: Die PDF-Vorlage ist sinnvoll bei einzelnen Vermietungen. Wer regelmäßig vermietet, gewinnt mit einem digitalen Formular spürbar Zeit – mehr dazu im Ratgeber zur Online-Mieterselbstauskunft.

Häufige Fragen zur Mieterselbstauskunft Vorlage

Vorlage gut, digital besser

Eine PDF-Vorlage löst das Schreibtisch-Problem. ImmoSchedule digitalisiert den ganzen Prozess – von der Anfrage über die Selbstauskunft bis zur Terminbuchung.

  • Standardisiertes Online-Formular statt PDF-Pingpong
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  • Funktioniert auf jedem Smartphone des Bewerbers
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Selbstauskunft direkt im Vermietungsprozess

PDF war gestern. Mit ImmoSchedule erhalten Sie die ausgefüllte Selbstauskunft, bevor der Bewerber zur Besichtigung kommt.